Reihe
Curriculum Psychotraumatherapie mit EMDR, Modul 03 und 04.1

Fr., 20. Mai 2022, ab 15.00 Uhr
Sa., 21. Mai 2022, bis 17.30 Uhr
Göttingen:

Reihe CURRICULUM PSYCHOTRAUMATHERAPIE mit EMDR
MODUL 03 und 04.1, 16 UE

Das von der  ⫸ Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) anerkannte Curriculum Psychotraumatherapie umfasst im Rahmen des Basiscurriculums 140 Unterrichtseinheiten sowie verpflichtend ein Vertiefungsmodul mit 16 Unterrichtseinheiten.
Voraussetzung für die Teilnahme am Curriculum ist die Anerkennung als ärztliche/r oder psychologische/r Psychotherapeut/in. Der Einstieg in das Curriculum ist zu jedem Termin möglich. Eine Veranstaltung aus der laufenden Reihe kann grundsätzlich auch einzeln gebucht werden!


Modul 03:
Interkulturelle Kompetenzen

Besonderheiten klinischer Symptomatik (kulturspezifischer Krankheitsausdruck, genderspezifische interkulturelle Aspekte) Krankheitskonzepte/Therapieerwartungen.

Ein Überblick soll gegeben werden zu:

  • Diagnostik
  • Postmigrationsstressoren, Prämigrationserfahrungen
  • Überblick über Begrifflichkeiten von Kultur, Migration (Migrationsprozess), erzwungene Migration
  • Überblick über Interkulturelle Kompetenzen
  • Überblick über Besonderheiten im Therapieverlauf (z.B. Psychoedukation, kultursensitive Behandlungsansätze)
  • Rechtlicher Status
  • Dolmetscher gestützte Therapie (Regeln, Professionalisierung des Dolmetschers, Abrechnungsprozedere beim Sozialamt)

Diese Seminarbeschreibung entspricht den aktuellen Empfehlungen der  ⫸ DeGPT zu dem Curriculum Psychotraumatherapie.


Modul 04.1:
Beziehungsgestaltung, insbesondere bei interpersoneller Traumatisierung.

Berücksichtigung von hohem Stresslevel der PatientInnen, Berücksichtigung interpersoneller Störungen bei der Beziehungsaufnahme, s.u.

Techniken zur Ressourcenaktivierung und Affektregulation (1)*)

Förderung von Affektregulation, Selbst- und Beziehungsmanagement und sozialen Kompetenzen sowie von intra- und interpersonellen Ressourcen. Techniken zur ReOrientierung und Unterbrechung intrusiver Symptome durch Distanzierung.

  1. Kognitive Techniken (z.B. Explorieren und Verändern dysfunktionaler Kognitionen, Bearbeiten von Schuld, Scham, Ekel und anderer traumassoziierter kognitiv-emotionaler Schemata)
  2. Hypnotherapeutisch-imaginative Techniken zur Distanzierung und Ressourcenaktivierung (z.B. Imaginationsübungen, Screentechniken). Diese Techniken finden sich z.B. bei PITT, oder STAIR/NT und Achtsamkeitsbasierten Techniken
  3. Gezielte Förderung der Fähigkeit zur Affektmodulation und Affektkontrolle. Symptommanagement bei Selbstverletzung und anderen selbstschädigenden Handlungen (z.B. achtsamkeitsbasierte Übungen, Skills-Training). Erstellen von Notfallplänen (‚Notfallkoffer‘) und Ressourcenlisten

Aus allen drei Bereichen sollen Techniken ausführlich dargestellt, praktisch eingeübt und ihr differenzieller Einsatz diskutiert werden.

 
*) Teil (2) siehe  ⫸ Flyer zur Seminar-Reihe
Diese Seminarbeschreibung entspricht den aktuellen Empfehlungen der  ⫸ DeGPT zu dem Curriculum Psychotraumatherapie.


Referenten:
Ulrich Sachsse, Prof. Dr. med., Psychotherapie, Asklepios Fachklinikum Göttingen, und MitarbeiterInnen

Teilnahmegebühr: 320 EUR

 ⫸ Flyer zur Seminar-Reihe
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